Runter vom Gas bei der Mädchenrealschule

Pro Freilassing sieht sich für langen Einsatz in der Sache belohnt – immerhin wurde der Antrag für eine Tempo 30-Zone im Umgriff der Mädchenrealschule von der Wählergruppe in Zusammenarbeit mit dem damaligen Schulleiter bereits im Mai 2020 im Stadtrat gestellt.

Die rege Bautätigkeit und der damit stark zunehmende Verkehr in der Laufener Straße führte immer wieder zu Behinderungen und gefährlichen Situationen. Die Sicherheit der Kinder im Bereich der Schule sowie der Kindertagesstätte war nicht mehr gewährleistet. 

Darüber hinaus wurde auch ein Verkehrskonzept für die Laufener Straße gefordert. Durch den bevorstehenden Ausbau der Nord-Süd-Achse nimmt diese eine zentrale Rolle in der Verkehrsplanung ein. Bereits Anfang 2021 wurde die Planung einer Ampelanlage in der Laufener Straße an der Kreuzung Matulusstraße von der Stadt beauftragt sowie ein beidseitiges Parkverbot im Bereich Real-/Fachoberschule festgelegt.

 

Pro Freilassing hofft, dass auch diese Maßnahmen kurzfristig umgesetzt werden.

Tempo 30 in der Bahnhofstraße

Pro Freilassing freut sich über Bewegung in Sachen „sicherer Schulweg“ in der Bahnhofstraße.

In einem Antrag forderte die Wählergruppe einen Zebrastreifen sowie eine Tempo 30 Zone im Bahnhofsbereich. Impuls für diesen Antrag war die Bitte einer 8. Klasse der Realschule im Rupertiwinkel für mehr Verkehrssicherheit.

Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs wurde daher eine 30er-Beschränkung einstimmig vom Bauausschuss beschlossen. 

Leider soll es aber vorerst (noch) keinen Zebrastreifen geben.

Obwohl von allen beteiligten Stellen befürwortet, ist er bis zur konkreten Planung des bevorstehenden barrierefreien Bahnhofsumbau aufgeschoben, um nicht unnötige Kosten zu verursachen, die man innerhalb der Gesamtplanung einsparen könnte.

Trotzdem hofft Pro Freilassing auf eine zeitnahe Umsetzung.

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Pro Freilassing sorgt sich um Freiraum

Die weitere bauliche Entwicklung Freilassings ist zentrales Thema von Pro Freilassing.

Wir pochen darauf, dass das ISEK, das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, angewendet wird, wann immer über Projekte entschieden wird.

Fraktionssprecher und Stadtrat Robert Judl äußerte sich zum ISEK: „Es ist wichtig, dass wir uns bei der Entwicklung von Wohnbauflächen an die Vorgaben aus dem ISEK halten“. Anmerkung: die Fläche„Matulusgarten“ ist in diesem Konzept nicht enthalten. 

Im ISEK wurden klar Entwicklungspotentiale für die kommenden 25-30 Jahre aufgezeigt. Das heiß taber nicht, dass wir diese gleich in den kommenden 10 Jahre ausschöpfen sollten.

Zum anderen sollte man in der Stadt Freilassing zunächst die Innenentwicklung forcieren. Diese werde oft mit dem Begriff Innenverdichtung bzw. Nachverdichtung gleichgesetzt – was Pro Freilassing entschieden andres sieht. Es gelteQuartier für Quartier ausgeglichen zu entwickeln. „Ohne Freiraumplanung und Konzept mit Vorgabe der baulichen Entwicklung, des Wohnungsmixes und des Anteils an förderbarem Wohnraum und Flächen für Infrastruktur kann es keine Wohnraumplanung geben“. Abgesehen von derRücksichtnahme auf vorhandene Baustrukturen könne das Ziel nicht „dichter, höher und immer mehr auf wenig Platz“ lauten, nur um den steigenden Grundstückspreisen zu entgegnen und so die Grundanteile bei der Wohnfläche zu reduzieren. „Diese Preisspirale muss gebrochen oder zumindest zum Stagnieren gebracht werden.“

So sollte man sich in Freilassing darauf verständigen, im Innenstadtbereich die höchsten Gebäude mit 5 Vollgeschossen und in den Wohngebieten mit 3 Vollgeschossen zu begrenzenund gleichzeitig auch die Stellplatzsatzung überdenken.

Man könnte sich hierzu eine Ortssatzung verordnen, in welcher man die Abstandsflächen selbst regelt, nach dem Beispiel der Stadt Bad Reichenhall. In Sachen Stellplatzsatzung könnten auch Fahrradstellplätze verpflichtend hineingenommen und ggf. sogar die Kompensation für PKW-Stellplätze vorgesehen werden.

Laut Sozialraumanalyse wird für Freilassing eine Notwendigkeit von 200 – 250 neuen Wohnungen pro Jahr prognostiziert. Andrea Lausecker stellt sich aber hierzu die Frage, was das für mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Lebensqualität haben wird.

Bei einer baulichen Nachverdichtung zulasten unserer grünen Infrastruktur (Parks, Waldflächen etc.) bestehe das Risiko, dass gesundheitliche und soziale Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner zunehmen. Ohne die Berücksichtigung lokaler klimatischer Bedingungen (Windverhältnisse, Sonneneinstrahlung etc.) kann das Verbauen von Luftschneisen in der Innenstadt den Luftaustausch vermindern und so das Risiko der Ausbildung sogenannter "Hitzeinseln" steigern.

Ebenso ein Thema ist der Verlust von Freiräumen, wie aktuell beim Spielplatz im Industriegebiet.
Gleichzeitig steigt durch die Bevölkerungszunahme aber der Nutzungsdruck auf die verbleibenden Flächen, beispielsweise durch immer mehr Erholungssuchende. 

Es muss Flächensparender gebaut werden. Bei untergenutzten Grundstücken bietet die Aufstockung von Bestandsgebäuden eine Möglichkeit, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne mehr Fläche in Anspruch zu nehmen. In der Realität wird leider dieses Potenzial zu wenig realisiert, so Andrea Lausecker.

Stadtrat Bernhard Schmähl äußert sich über die Sozialraumanalyse, die von Dr. Tekles im Rahmen einer Klausurtagung des Stadtrates noch einmal sehr detailliert dargestellt wurde.

Quintessenz war für Schmähl, die noch einmal durch detaillierte Statistiken untermauerte Aussage, dass in Freilassing ein deutlicher Überhang an kleinen Wohnungen von bis zu dreiZimmern herrscht, dagegen alles von vier Zimmer aufwärts viel zu wenig vorhanden ist. Das heiße im Klartext, dass Familien mit mehr als einem Kind schwer geeigneten Wohnraum in Freilassing finden könnten und das hätte wiederum großen Einfluss auf die Alters- und Sozialstruktur in unserer Heimatstadt.


Hausaufgabe für den Stadtrat und die Verwaltung sei es von vagen Aussagen und Beteuerungen zu echten Aktionen und neuen Prämissen überzugehen. Es müssten künftig alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge genutzt werden auch bei Investoren und Bauträgern den Freilassinger Bedürfnissen Rechnung zu tragen.

Pro Freilassing künftig Verein

Ab Juli 2021 stellt sich Pro Freilassing auf neue rechtliche Füße

Der Schritt hin zu einem Verein wurde bereits nach der letzten Kommunalwahl 2020 diskutiert, 

da die Wählergruppe deutlich an Profil und Mitglieder gewonnen hat.

Pro Freilassing habe jetzt mit der Vereinsgründung einen Sprung vollzogen, der lange geplant gewesen sei. 

 

Wir wollen eine dauerhafte Alternative zu den etablierten Parteien sein. Langfristiges Ziel sei, junge Menschen für die Kommunalpolitik zu begeistern und die Vereinsform biete dazu den richtigen Rahmen.

Der Vorstand wurde in der Gründerversammlung einstimmig bestätigt.